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Filmabend zum Molsberger Markt begeisterte zahlreiche Zuschauer

Wallmerod. Am  Sonntag, dem 23. August, war die ehemalige katholische Kirche in Wallmerod noch einmal Schauplatz eines besonderen Abends. Der Verein GuuDe e.V. hatte im Rahmen der 750-Jahr-Feier zum Filmabend über den Molsberger Markt eingeladen, und der Zuspruch übertraf alle Erwartungen. Die Kirche füllte sich sehr gut, da zwei historische Kurzfilme über die Leinwand liefen, die das Markt- und Dorfleben rund um Wallmerod vor fast 50 Jahren zeigten. Die gezeigten Filme stammen aus dem Nachlass von Reinhard Steinebach.

Der Molsberger Markt selbst blickt auf eine fast 370-jährige Geschichte zurück. Seine Wurzeln reichen bis in das Jahr 1657. Im Jahre1857 wurde er nach Wallmerod verlegt und war dort über anderthalb Jahrhunderte fester Bestandteil des dörflichen Lebens. Erst 1993 kehrte der Markt an seinen Ursprungsort zurück und findet seither wieder in Molsberg statt.

Für viele Besucher wurde der Abend, moderiert durch den Ortsbürgermeister von Wallmerod Ulf Ludwig, zu einer Reise in die eigene Vergangenheit. Unter den Gästen war zudem der Landtagsabgeordnete Roland Weimer. Auch der Marktausschuss aus Molsberg zusammen mit deren Ortsbürgermeister Dieter Gläser durften als Gästen begrüßt werden.

Manche entdeckten sich selbst auf den alten Aufnahmen wieder, als junge Marktbesucher, Standbetreiber oder mittendrin im dörflichen Treiben. Immer wieder tauchten auch bekannte Gesichter aus Nachbarschaft und Verwandtschaft auf der Leinwand auf. Das sorgte für viel Gesprächsstoff, teilweise fröhliches Lachen und angeregtes Plaudern zwischen den Gästen. Fachfragen beantworte Alexander Eilberg von GuuDe e.V.

Als Zugabe zeigte der Verein zudem einen Filmausschnitt von der Wallmeroder Kirmes sowie vom Festzug anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des TuS Wallmerod, der bei so manchem Gast noch einmal weitere Erinnerungen weckte.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Präsentation aller fünf handgeschnitzten Straßenschilder, die der Wallmeroder Ewald Steinebach einst gefertigt hatte. Die liebevoll gearbeiteten Schilder waren erstmalig komplett zu sehen und stießen bei den Gästen auf großes Interesse. Restaurierung und dauerhafte Sicherung für kommende Generationen ist eines von mehreren Projekten, mit denen sich GuuDe e.V. für den Erhalt regionaler Geschichte und Identität einsetzt.

Der Vorstand von GuuDe e.V. zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem Verlauf des Abends. Angesichts des großen Zuspruchs wertet der Verein den Filmabend als vollen Erfolg. Weitere Projekte und Veranstaltungen dieser Art sind für die Zukunft geplant. Was, wann und in welcher Form, wird der Verein rechtzeitig bekanntgeben.

 

 

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