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Verkehrsanalyse 2025: Deutlicher Handlungsbedarf bei Geschwindigkeiten im Ortskern

Im Zeitraum von April bis November 2025 wurden im Ortsgebiet Wallmerod nun schon zum zweiten Mal die Geschwindigkeitsanzeigetafeln ausgewertet. Ziel war es, das Verkehrsaufkommen sowie das Geschwindigkeitsverhalten der Verkehrsteilnehmer besser zu verstehen und daraus geeignete Maßnahmen abzuleiten.

Die Auswertung zeigt, dass die B8 als zentrale Durchgangsstraße eine erhebliche Verkehrsbelastung aufweist: Wöchentlich passieren rund 45.000 bis 50.000 Fahrzeuge das Ortsgebiet. Dieses hohe Verkehrsaufkommen verstärkt die Bedeutung einer konsequenten Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen – insbesondere im innerörtlichen Bereich.

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass nicht nur an den Ortseingängen erhöhte Geschwindigkeiten auftreten, sondern insbesondere innerhalb der Ortslage ein ernstzunehmendes Problem besteht. Zwar ist das erhöhte Geschwindigkeitsniveau an den Ortseinfahrten erwartbar, dennoch liegen hier – bereinigt um langsamen Einkaufsverkehr – Anteile von über 60 % Fahrzeugen mit überhöhter Geschwindigkeit vor.

Von besonderer Bedeutung ist jedoch die Situation innerorts im Bereich zwischen Tankstelle und Firma Krekel: Hier zeigt die Auswertung, dass rund 80 % der Fahrzeuge schneller als 50 km/h fahren – und das unabhängig von Tageszeit oder Wochentag. Diese Werte verdeutlichen, dass es sich nicht um vereinzelte Überschreitungen, sondern um ein strukturelles Geschwindigkeitsproblem im Ortskern handelt.

Im direkten Vergleich dazu ist die absolute Anzahl der schnellen Fahrzeuge im innerörtlichen Bereich zwar geringer als am Ortseingang, das Fahrverhalten selbst ist jedoch deutlich kritischer zu bewerten, da es hier unmittelbar die Sicherheit von Anwohnern, Fußgängern und querendem Verkehr betrifft.

Auch in weiteren Abschnitten, etwa im Bereich Friedhof, zeigt sich ein erhöhtes Geschwindigkeitsniveau, wenn auch weniger ausgeprägt. Insgesamt bestätigen die Messungen zudem, dass insbesondere außerhalb der Hauptverkehrszeiten und an Wochenenden vermehrt zu schnell gefahren wird.

Fazit:

Die vorliegenden Ergebnisse machen deutlich, dass Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung nicht nur an den Ortseingängen, sondern insbesondere im innerörtlichen Bereich erforderlich sind. Angesichts des hohen Verkehrsaufkommens auf der B8 besteht hier ein klarer Handlungsbedarf. Die Daten bilden eine belastbare Grundlage für die weiteren Beratungen im Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss sowie für die Abstimmung mit den zuständigen Behörden, insbesondere im Hinblick auf konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.

 

Chris Dehio

  1. Beigeordneter
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